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Werde ein Teil des Philip C. Jessup International Law Moot Courts der FU Berlin!

Jessup Moot Court 2021

Die Bewerbungsphase für den Jessup Moot Court 2021 hat begonnen! Aussagekräftige Bewerbungen bitte bis zum 18. Juni 2020 an lbkuhlmann@zedat.fu-berlin.de schicken. Mehr Informationen finden sich hier

Kontakt bei Fragen: Lea Kuhlmann (lbkuhlmann@zedat.fu-berlin.de)


Zum Jessup Moot Court:

Die Freie Universität nimmt seit 1978 am Philip C. Jessup International Law Moot Court Competition ununterbrochen teil und konnte mehrere Male die deutsche Vorrunde für sich entscheiden, zuletzt 2008. Im Jahr 2017 konnte das Team der FU den Award für das beste Applicant Memorial für sich beanspruchen.

Beim Jessup Moot Court handelt es sich um den größten und ältesten internationalen Wettbewerb auf dem Gebiet des Völkerrechts. Gegründet wurde er 1959 von Studierenden der Harvard und der Columbia University sowie der University of Virginia und wird seither jährlich von der International Law Students Association (ILSA) organisiert. 2018 nahmen über 645 Universitäten aus etwa 95 Ländern teil.

Der Sache nach geht es um eine simulierte Gerichtsverhandlung in englischer Sprache vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag. Teams repräsentieren die streitenden Staaten sowohl auf Kläger- wie auch auf Beklagtenseite und müssen durch Einreichung von Schriftsätzen ("Memorials") und in einer mündlichen Verhandlung ("Pleadings") – jeweils in englischer Sprache – zunächst in einem nationalen Vorausscheid gegen die Teams der anderen nationalen Universitäten antreten. 2019 nahmen in Deutschland 19 Universitäten an den sog. "National Rounds" in Hamburg, ausgerichtet von der Bucerius Law School und der Universität Hamburg, teil.

Diese dienen zugleich als Qualifikationsrunde für die International Rounds in Washington, D.C. Es qualifizieren sich die beiden besten deutschen Teams. Zudem darf ein Team als sog. "Exhibition-Team" außer Konkurrenz an den International Rounds teilnehmen. In Washington treffen sich die jeweils besten Teams aus mehr als achtzig Staaten, um in einer weiteren Runde mündlicher Verhandlungen den Besten auszuspielen. Richter sind bei den nationalen und internationalen Ausscheidungsrunden jeweils Professoren oder Praktiker, sowie Richter des IGH.

Unter den vielen verschiedenen Wettbewerben ragt der Jessup Moot Court als traditionsreichster und mit Abstand bekanntester Wettbewerb für das Völkerrecht heraus. Alle Teilnehmer*innen erhalten im September des jeweiligen Jahres den Fall ("Compromis") und haben bis Mitte Januar Zeit, ihre Schriftsätze anzufertigen und einzureichen. Bis zu der Nationalen Vorausscheidung bereiten sich die Studierenden dann gezielt auf ihr Plädoyer vor, um die Zwischenfragen der Richter*innen kompetent und souverän beantworten zu können.

Für das Team der Freien Universität Berlin besteht zudem die Möglichkeit am International Day of Crisis in Paris teilzunehmen. Dabei handelt es sich um einen noch relativ jungen Moot Court, dessen Prämisse es ist, in 24 Stunden verschiedenste völkerrechtliche Aufgaben zu lösen und so die fiktiven Krisen zu bewältigen. Dabei ist der Diversität der Aufgaben fast keine Grenzen gesetzt, von Legal Advice für Regierungen, NGOs oder Privatpersonen bis zu Negotiations und das Halten von Pressekonferenzen. Am Ende der durcharbeiteten Nacht ist findet dann noch die Final Negotiation mit allen teilnehmenden Teams statt. Auch 2019 nahm das FU Jessup Moot Court Team am DoC teil und konnte dabei den Preis 'Best Oralist' gewinnen. Die Teilnahme am International Day of Crisis wurde auch 2019 durch die Ernst-Reuter-Gesellschaft gefördert. Dafür möchte sich das Team sehr herzlich bedanken.