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Häufig gestellte Fragen zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren für Studienplätze im Ausland

Die Beliebtheitsgrade unserer Partneruniversitäten schwanken von Jahr zu Jahr und können leider nicht antizipiert werden. Dennoch zeigt die Erfahrung, dass wir in jedem Jahr sehr viele Bewerbungen für die folgenden Universitäten erhalten: University of Connecticut School of Law, Hastings College of the Law in San Francisco, Benjamin Cardozo School of Law in New York City, Center for Transnational Legal Studies in London, University of Westminster in London, University of Glasgow, University of Birmingham, University of Sheffield, Stockholms Universitet, Hebrew University in Jerusalem.

Eine erste Einschätzung darüber, wie die Bewerber/innen-Lage für Ihre Wunschuniversitäten aussieht, werden wir Ihnen beim Vorstellungsgespräch geben.

Im Erasmus-Programm und im Themis-Programm (Ausnahme: Singapore Management University) müssen die Studienplätze vorrangig an Studierende vergeben werden, die den Plan verfolgen, sich die während ihres Auslandsstudiums  erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen für ihr hiesiges Studium anrechnen zu lassen. Darüber hinaus sind wir gehalten, uns bei der Vergabe der Studienplätze stark an den bisherigen Studienleistungen zu orientieren. Zusätzliche Qualifikationen wie soziales Engagement, besondere Auszeichnungen oder bereits nachgewiesene Auslandserfahrungen können nachrangig berücksichtigt werden. Diese Qualifikationen können dann den Ausschlag bei einem gleichen Leistungsstand geben.

In den Übersee-Programmen oder beim CTLS sind wir hingegen etwas freier in der Studienplatzvergabe. Dort sind die bisherigen Studienleistungen zwar ebenso wichtig. Jedoch spielt ein nachgewiesenes Interesse an der Kultur des Gastlandes - insbesondere bei Bewerbungen für nicht so übliche Destinationen wie Japan, Singapur oder die Russische Föderation - eine größere Rolle. Darüber hinaus kommt es dort stärker auf die Persönlichkeit des Bewerbers / der Bewerberin (z.B. bei Bewerbungen für die USA oder für das CTLS) an.

Dazu wird die Durchschnittsnote anhand der bisherigen Studienleistungen gebildet.

Die Durchschnittsnote berechnet sich aus all Ihren bereits absolvierten Prüfungsleistungen, die mit dem gleichen Gewicht eingehen. Dazu zählen auch die nicht bestandenen Prüfungen (und zwar auch dann, wenn Sie die Wiederholungsprüfung inzwischen bestanden haben).

Prüfungsleistungen, die Sie noch gar nicht absolviert haben, obwohl diese Prüfungen nach dem Regelstudienverlauf für ein Semester vorgesehen waren, welches Sie bereits durchlaufen haben, gehen nicht mit 0 Punkten in die Durchschnittsnote ein.

Bitte beachten Sie, dass zum Zwecke einer besseren Vergleichbarkeit der Leistungsfähigkeit jeder Bewerberin und jedes Bewerbers Prüfungsleistungen aus den Modulen zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen und der rechtswissenschaftlichen Fremdsprachenfachkompetenz von dieser Durchschnittsnote ausgenommen sind.

Das Internationale Büro am Fachbereich Rechtswissenschaft verlässt sich im Hinblick auf die Durchschnittsnote nicht auf die Angaben der Bewerber/innen im Erasmus-Bewerbungsformular, sondern rechnet alle Durchschnittsnoten selbständig aus.

Sollten Sie sich gerade in einem Gegenvorstellungsverfahren befinden, dessen Ergebnis noch nicht feststeht, rechnen Sie bitte die ursprüngliche Note in die Durchschnittsnote ein. Bei einer erfolgreichen Gegenvorstellung können Sie uns während des Auswahlverfahrens noch einmal kontaktieren, damit wir Ihre Durchschnittsnote noch einmal mit der neuen Note berechnen.

Das sollten Sie unbedingt tun! Da sich die Nachfrage seitens unserer Studierenden regelmäßig auf einige wenige Universitäten konzentriert, können wir weniger als ein Drittel der Bewerber/innen für ihre erste Wunschuniversität auswählen.

Wenn Sie sich für das CTLS oder für die Universitäten in Übersee (insbesondere in den USA) interessieren, sollten Sie sowohl innerhalb des Übersee-Programms Alternativ-Universitäten angeben als auch alternative Universitäten aus dem Erasmus-Programm oder aus dem Themis-Programm hinzufügen. 

Ja, dies ist möglich. Bitte überlegen Sie sich diesen Schritt jedoch sehr gut. Innerhalb eines Jahres dreimal den Aufenthaltsort zu wechseln und sich immer wieder neuen Anforderungen anzupassen, ist organisatorisch aufwändig und auch eine mentale Herausforderung. Darüber hinaus nehmen Sie sich die Chance, tiefer in die Kultur eines Gastlandes und in eine Sprache einzutauchen und längerfristige neue Freundschaften zu schließen.

Wenn Sie sich trotz allem für zwei Partneruniversitäten bewerben wollen, schauen Sie sich bitte die Termine für die Einführungsveranstaltungen, Vorlesungszeiten und Prüfungszeiten beider Universitäten genau an. Als Partneruniversitäten für das Wintersemester eignen sich insbesondere die skandinavischen, britischen, US-amerikanischen, australischen, chilenischen Universitäten und unsere Themis-Partneruniversität in Singapur, an denen das Wintersemester recht früh endet. Darüber hinaus raten wir davon ab, Universitäten, für deren Länder Sie ein Visum benötigen, für das Sommersemester zu wählen, da es mit zusätzlichem Aufwand verbunden sein könnte, in einem Drittland ein Visum für dieses Land zu beantragen.

Wenn sich unter Ihren Wunschuniversitäten Partneruniversitäten befinden, die den TOEFL oder IELTS zwingend vorschreiben, dann haben Sie - unter der Bedingung, dass Sie die akademischen und persönlichen Voraussetzungen für diese Universitäten erfüllen - mit dem TOEFL oder IELTS gute Chancen auf einen Studienplatz an diesen Universitäten, da viele Studierende sich gar nicht erst für diese Universitäten bewerben. Sollten Ihre Wunschuniversitäten den TOEFL oder IELTS nicht verlangen, steigern sich Ihre Vermittlungschancen hingegen kaum.

Diese Tests werden in den Sprechstunden der Dozent/inn/en durchgeführt. Bitte wenden Sie sich rechtzeitig per e-mail an eine Dozentin / einen Dozenten Ihres Sprachbereichs und beachten Sie die Hinweise auf der folgenden Seite des Sprachenzentrums: http://www.sprachenzentrum.fu-berlin.de/sprachtests/sprachzeugnis/index.html

Bitte nehmen Sie zum Testtermin das folgende Formular mit: Formular Sprachtest

In Ausnahmefällen können Sie Ihren Sprachnachweis noch bis zum Ende der Vorstellungsgespräche nachreichen. Die Vorstellungsgespräche werden von Januar bis Februar und von Mai bis Juni stattfinden.

Eine Ausnahme gilt jedoch für die University of New South Wales in Sydney und die Monash University in Melbourne, wo der Sprachnachweis bereits zwingend zum Ende der Bewerbungsfrist vorliegen muss.

Ja. Wenn wir Sie auswählen, werden Sie eine Zusage unter der aufschiebenden Bedingung erhalten, dass Sie die Zwischenprüfung im laufenden Semester erfolgreich absolvieren und uns dies bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nachweisen.

Ausnahmen gelten jedoch für die University of New South Wales in Sydney, für die Monash University in Melbourne und für das Doppelabschlussprogramm mit der University of Connecticut School of Law. Für diese Programme müssen Sie die Zwischenprüfung bereits zum Zeitpunkt des Bewerbungsverfahrens bestanden haben.

Nein, ein Empfehlungsschreiben steigert Ihre Auswahlchancen nicht, da die Auswahlkommission die Anforderungen des Jura-Studiums kennt, Ihre Noten interpretieren kann und alle Bewerber zum persönlichen Gespräch einlädt. Bitte bedenken Sie, dass ein Empfehlungsschreiben für die Professor/inn/en sehr viel zusätzliche Arbeit bedeutet und dass Sie sich Ihre Anfrage für spätere Gelegenheiten "aufheben" sollten, wenn Sie sich beispielsweise für ein Stipendium oder für einen LL.M.-Studienplatz bewerben möchten.

Nein. Bitte reichen Sie eine einzige Bewerbungsmappe für alle Programme und für alle Universitäten ein und fügen Sie dort alle Dokumente bzw. Nachweise bei, die für Ihre Wunschuniversitäten verlangt werden. Bitte listen Sie auf einem Deckblatt Ihre Wunschuniversitäten nach Priorität auf.

Grundsätzlich, d.h. wenn Sie sich nur für Universitäten mit der gleichen Unterrichtssprache bewerben, nein. Bitte beziehen Sie Ihr Motivationsschreiben nur auf Ihre erste Wahl.

Ja. Da wir uns mit dem Motivationsschreiben einen Eindruck über Ihre Fähigkeiten verschaffen möchten, zusammenhängende Texte in einer Fremdsprache zu verfassen, fügen Sie Ihrer Bewerbungsmappe bitte ein Motivationsschreiben in jeder Sprache bei.

Das Motivationsschreiben sollte mindestens die Punkte enthalten, warum Sie ins Ausland möchten, warum Sie sich gerade das Land ausgesucht haben, in dem sich Ihre Wunschuniversität befindet, warum Sie sich für Ihre Wunschuniversität entschieden haben und welche Studien- und Prüfungsleistungen Sie sich aus dem Ausland für Ihr hiesiges Studium anrechnen lassen möchten. Darüber hinaus können Sie uns gern mitteilen, warum gerade Sie der richtige Repräsentant bzw. die richtige Repräsentantin unserer Universität an Ihrem Wunschstudienort sind.

Bitte wiederholen Sie nicht einfach Ihren Lebenslauf. Stationen aus dem Lebenslauf dürfen gern noch einmal im Motivationsschreiben erwähnt werden, sollten dann aber als Begründung für Ihre Studienortwahl dienen und können auch gern mit zusätzlichen Informationen unterfüttert werden.

Denken Sie bitte auch daran, dass das Motivationsschreiben die Gelegenheit ist, um sich von den vielen anderen Bewerber/inne/n abzuheben. Schreiben Sie daher nicht einfach, dass Sie Ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern, einen Einblick in ein fremdes Rechtssystem erhalten und viele neue Freundschaften mit Studierenden aus der ganzen Welt knüpfen möchten - das schreiben alle anderen Bewerber/innen auch. Versuchen Sie darüber hinauszugehen und persönliche, akademische oder berufliche Gründe anzuführen.

Bitte nicht länger als 1 - 2 Seiten. Versuchen Sie, Ihre Gedanken prägnant, pointiert und überzeugend darzustellen.

Da wir die Bewerbungsunterlagen oft umsortieren und ggf. kopieren müssen, reichen Sie Ihre Unterlagen bitte so ein, dass man sie leicht aus der Hülle herausnehmen und wieder zusammenfügen kann. Ideal wären ein Klemmhefter oder eine Klarsichthülle, die nach zwei Seiten offen ist.

Bitte fügen Sie nicht jedes einzelne Blatt in eine Prospekthülle ein, da wir bei der Bearbeitung der Unterlagen wichtige Dinge mit einem Textmarker markieren und ggf. Randnotizen machen.

Wir bevorzugen es, wenn Sie Ihre Bewerbung persönlich bei uns abgeben. Dann können wir sie gleich auf Vollständigkeit überprüfen und Rückfragen stellen, falls noch eine Frage offen geblieben ist. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, die Bewerbung per Post zu übersenden.

Ja, das ist möglich, allerdings unter den folgenden Beschränkungen:

  • Im Rahmen des Erasmus-Programms (zu dem auch Studienaufenthalte an den europäischen Themis-Partneruniversitäten zählen) werden Studienplätze bevorzugt an diejenigen Studierenden vergeben, die sich die im Ausland erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen an ihrer Heimatuniversität anerkennen lassen können. Mit einer steigenden Anzahl von Auslandsaufenthalten sinken die Anerkennungsmöglichkeiten, was dazu führen kann, dass für einen der beiden Studienaufenthalte nur auf die Restplätze zurückgegriffen werden kann.
  • Weiterhin werden im Rahmen des Erasmus-Programms (zu dem auch Studienaufenthalte an den europäischen Themis-Partneruniversitäten zählen) nur diejenigen Auslandsaufenthalte mit dem Erasmus-Mobilitätszuschuss gefördert, in denen anerkennungsfähige Studien- und Prüfungsleistungen erbracht werden. Da außerhalb des Schwerpunktbereichsstudiums nur wenig alternative Anrechnungsmöglichkeiten existieren, wird der Erasmus-Mobilitätszuschuss in den meisten Fällen für ein zweites Auslandsstudium nicht gezahlt werden können.
  • Die Höchstdauer für die Meldefristverlängerung für den Freiversuch in der staatlichen Pflichtfachprüfung aufgrund eines Auslandsstudiums beträgt zwei Semester. Der Freiversuch wird daher in der Regel bei zwei Studienaufenthalten im Ausland nur von denjenigen wahrgenommen werden können, die in einem der beiden Auslandsaufenthalte den/die Leistungsnachweis/e für die Meldefristverlängerung neben einer Vollanrechnung der Studienleistungen (Schwerpunktbereichs[teil]studium) erbracht haben.
  • Die Höchstdauer für Studienaufenthalte im Ausland während des grundständigen juristischen Studiengangs ist im Rahmen des Erasmus-Programms (und im Fall der europäischen Partneruniversitäten des Themis-Programms) auf 24 Monate begrenzt.

Ja, Promotionsstudierende dürfen ebenfalls die Möglichkeit eines Studien- und/oder Forschungsaufenthalts, allerdings nur an den Erasmus-Partneruniversitäten und an den Partneruniversitäten in der Schweiz, wahrnehmen.

Da Promotionsstudierende nicht an alle Partneruniversitäten vermittelt werden können, recherchieren Sie vor Ihrer Bewerbung bitte die in Frage kommenden Gastuniversitäten auf unseren Webseiten. Sie finden diese Information auf der Seite der jeweiligen Partneruniversität unter dem Stichpunkt "Zielgruppe".

Promotionsstudierende können entweder - wie reguläre Studierende - Lehrveranstaltungen besuchen und ECTS-credits erwerben oder eigenständig forschen. Wird die Variante des eigenständigen Forschens gewählt, kann der/die Promotionsstudierende in der Bibliothek der Gastuniversität Arbeiten an der Dissertation nachgehen. Darüber hinaus muss ein regelmäßiger fachlicher Austausch mit Wissenschaftler/inne/n der Gastuniversität und/oder der Besuch von Workshops und/oder Kolloquien zum Thema der Dissertation gewährleistet sein. Die fachliche Betreuung der Dissertation durch einen Hochschullehrer oder eine Hochschullehrerin der Gastuniversität kann von den meisten Gastuniversitäten jedoch leider nicht angeboten werden.

Bitte beachten Sie, dass Promotionsstudierenden im Erasmus-Programm nicht der Erasmus-Mobilitätszuschuss der Europäischen Kommission gezahlt wird, sondern nur ein geringerer finanzieller Zuschuss der Freien Universität Berlin. In der Schweiz erhalten Promotionsstudierende jedoch bisher dieselbe Förderung der Schweizer Regierung wie die Austauschstudierenden im grundständigen Studiengang.

Leider nein. Der Fachbereich Rechtswissenschaft schließt mit seinen Partnerfakultäten ausschließlich Austauschvereinbarungen ab, die sich auf rechtswissenschaftliche Studienplätze beziehen. Studierende anderer Studiengänge können daher nicht vermittelt werden.

Leider nein. Nach den Regeln der Zuwendungsgeber ist es nicht möglich, Studierende der Rechtswissenschaft an unsere Partneruniversitäten zu vermitteln, die nicht an der Freien Universität Berlin immatrikuliert sind.