Wir nennen es Kriminologie ...

.... bei euch mag das eine andere Fachbezeichnung tragen.

Seit Dezember 2016 organisieren wir Treffen für junge kriminologisch Forschende in Berlin - Masterstudierende bis Post-doc. Damit wollen wir Raum bieten für interdisziplinären Austausch und die Zusammenarbeit von Menschen aus verschiedenen Arbeitsgruppen erleichtern.


Nächstes Treffen am 7.11.2019, 19 Uhr im Weizenbaum Institut (Hardenbergstraße 32, 1. Etage, Raum A103-105 (leicht zu verfehlen, denn es gibt ein Zwischengeschoss) - Selma Lamprecht über „Verschärfen Videobeweise die gerichtliche Strafe? Ergebnisse eines Experiments“ .

Was ist das Netzwerk?

Wir möchten einen Raum schaffen, der einen interdisziplinären fachlichen Austausch zwischen jungen Forschenden (vom Masterstudierenden bis zum Post-Doc), die sich im weitesten Sinne mit Kriminalität, Normabweichung und dem gesellschaftlichen Umgang damit beschäftigen, in Berlin ermöglichen soll. Wir nennen das „Kriminologie“, bei euch mag das eine andere Fachbezeichnung tragen.

Kurz zu uns: Wir, Julia Wegner und Julian Knop, schreiben an der FU Berlin eine kriminologische Dissertation und sind an den Arbeitsbereich Strafrecht und Kriminologie am Fachbereich Rechtswissenschaft angebunden. Julia forscht über unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Julian über den Jugendstrafvollzug.

Was soll das Ganze? Für junge kriminologisch Forschende gibt es zurzeit kaum Gelegenheiten, sich persönlich und ungezwungen austauschen zu können. Sicher wäre es für alle Beteiligten interessant, über den eigenen fachlichen Tellerrand hinaus zu schauen und zu erfahren, wer noch alles in Berlin an anderen Fachbereichen kriminologisch „unterwegs“ ist. Innerhalb eines lockeren Rahmens soll es die Möglichkeit geben, dass alle ihre Forschung bzw. Forschungsideen vorstellen können. Außerdem können sowohl Probleme und Fragen, die im Kontext des Forschungsprozesses auftauchen, als auch methodische Zugänge oder kriminalpolitische Fragen besprochen werden. Wir denken, dass die multiperspektivische Betrachtung kriminologischer Themen zu einer Wissenserweiterung aller Beteiligten beiträgt. Dabei verstehen wir unsere Gruppe als Schutzraum, in dem alle Fragen gestellt und diskutiert werden können. Vielleicht ergeben sich auch gemeinsame Projekte …

Wann treffen wir uns?

Um eine gewisse Regelmäßigkeit zu schaffen, sollen die Treffen alle ein bis zwei Monate abends (19:00-20:30 Uhr) in der Boltzmannstr. 3 stattfinden.

Bisherige Treffen und Themen:

  • Vorstellung der Idee (26.1.2017).
  • Christoph Nagel und Manuel Mika: Projekt zum Übergangsmanagement bei Strafgefangenen mit hohem Rückfallrisiko (2.3.2017).
  • Thorsten Bonheur: Der Einspruch im Strafbefehlsverfahren (6.4.2017).
  • Johannes Niemz: Promotionsprojekt (4.5.2017).
  • Julia Wegner: Viktimisierungsrisiken von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (1.6.2017).
  • Prof. Dr. Fritz Sack, Uni Hamburg, über die Entwicklung der Kriminologie in Deutschland (1.8.2017)
  • Planungstreffen (2.11.2017)
  • Anna Kroupa: Schulische Bildung im Jugendstrafvollzug (7.12.2017)
  • Marie Zreik: Zur Gerechtigkeit von Verteilung und Strafe, und Antoni Napieralski: Legal borders, legal loopholes and human rights (11.1.2018)
  • Alexandra Schwan: Anzeigepflicht der Anstaltsleitung bei Straftaten im Jugendvollzug (1.2.2018)
  • Ein Bericht aus der Praxis und Besprechung der April-Veranstaltung (1.3.2018)
  • Podiumsdiskussion zum Thema Rechtsextremismus mit Nils Schuhmacher (Uni Hamburg) und Michael Kohlstruck (TU Berlin) (24.4.2018)
  • Planung einer eigenen Konferenz (7.6. und 5.7.2018)
  • Johanna Nickels: Untersuchung von Gesetzgebungsverläufen mit quantitativer Statistik (25.10.2018)
  • MAUER(N)! - Konferenz des Netzwerks Kriminologie Berlin (1.12.2018)
  • Eva Tanz: Arbeit mit einer NGO in türkischen Gefängnissen (7.3.2019)
  • Kirstin Drenkhahn über ihre Besuche in US-amerikanischen Gefängnissen (2.5.2019)
  • Susan Dewey: Wyoming Pathways from Prison (6.6.2019)
  • Sonja Beutler: Therapiebegleithund in der Sicherungsverwahrung der JVA Tegel (4.7.2019)
  • Aaron Meyer und Anja Seick, FREIE HILFE BERLIN e.V.: Familienprojekt aufGefangen und die Entlassungsvorbereitung in der JVA Tegel (1.8.2019)

Wenn ihr teilnehmen möchtet, wären wir dankbar für eine kurze unverbindliche Rückmeldung an:

julia.wegner@fu-berlin.de oder j.knop@fu-berlin.de