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Veröffentlichung einer Datenbank zum römischen Wasserrecht

News vom 01.08.2018

Wasser ist in aller Munde. Es ist gerade erst auf dem Mars entdeckt worden. Es fehlt in diesem trockenen Sommer nicht nur in Deutschland. Die Wasserstraßen sind durch den Wassermangel in ihrer Funktion gefährdet. Wenn es zu starken Regenfällen kommt, kann es erheblichen Schaden anrichten. Abgesehen von der Suche nach Wasser auf dem Mars hatten die Römer mit den genannten Themen ebenfalls zu tun und schufen ein ausdifferenziertes Regelungssystem im Wasserrecht. Da sich aber die dogmatischen Anknüpfungspunkte über verschiedene Themenfelder des öffentlichen und privaten Rechts und auf verschiedene prozessrechtliche Mittel verteilen – Fragen der Nutzung öffentlicher Wasserleitungen, der Berechtigung für private Wasserableitungen in Gestalt von Grunddienstbarkeiten (Servituten), des Schutzes vor Regenwasser, der Instandhaltung  von Wasserleitungen und Flüssen als Schifffahrtswegen sind ebenso erfasst wie Klagen wegen schädigenden Regenwassers oder Interdikte zum Schutz von Wasserleitungen - , lohnt es sich besonders, eine Datenbank zum römischen Wasserrecht anzulegen. Kürzlich wurde über die Edition des Exzellenzclusters Topoi eine solche Datenbank veröffentlicht. Sie ist das Ergebnis der Arbeit von zwei Forschungsgruppen, einer ersten unter der Beteiligung von Cosima Möller, Brigitta Schütt, Jonas Berking, Christoph Resch und Aljoscha Leder und einer zweiten, in der Alexander Köhler, auch als Lehrbeauftragter für den Lateinkurs am Fachbereich Rechtswissenschaft tätig, Christoph Resch und Cosima Möller die Sammlung bis auf 572 Quellen erweitert und einer Schlussredaktion unterzogen haben. Die technische Umsetzung als Datenbank wurde durch Experten bei Topoi ermöglicht.

Um die Datenbank für Recherchen von Forscherinnen und Forschern aus verschiedenen Bereichen zugänglich zu machen, sind zu den lateinischen Texten Übersetzungen in deutscher oder in englischer Sprache enthalten. Außerdem sind die Quellen juristischer und literarischer Herkunft nach einer aus der intensiven Beschäftigung mit wasserrechtlichen Themen gewonnenen Systematik geordnet und nach dieser Systematik sowie anhand von Schlüsselbegriffen dem jeweiligen Forschungsinteresse nach aufrufbar. Einen weiteren Zugang erhält man durch die Suche nach den Autoren der Quellen, die von römischen Juristen über römische Kaiser bis zu Feldmessern, dem Architekten Vitruv und dem Politiker, Philosophen und Juristen Cicero reichen.

Nähere Informationen sowie den Zugang zur Datenbank finden Sie unter http://repository.edition-topoi.org/collection/RMWR.

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