Transnationale Menschenrechtsklagen gegen Völkerstraftaten - in Theorie und Praxis

 

Art und Umfang der Veranstaltung

Kolloquium / 4 x 2 Stunden

ECTS-credits

1 (Voraussetzungen: regelmäßige Teilnahme und bestandene Prüfung)

Turnus

Diese Veranstaltung wird im Wintersemester 2018/19 erstmalig angeboten.

Zeitplan und Veranstaltungsorte

Die Veranstaltungszeiten und -orte sind in dem aktuellen Lehrplan unter http://www.fu-berlin.de/vv/fb » Fachbereiche » Rechtswissenschaft » Staatsexamensstudiengang » Rechtswissenschaft (SPO 2015) zu finden. Der Lehrplan für das Wintersemester steht unter diesem Link ungefähr von Ende August bis ungefähr Ende Februar zur Verfügung; der Lehrplan für das Sommersemester ist unter diesem Link ungefähr von Ende Februar bis ungefähr Mitte August zu finden.

Inhalte

Wer ist für Menschenrechtsverletzungen strafrechtlich verantwortlich und wie kann das Völkerstrafrecht auch gegen politische Interessen durchgesetzt werden? Die Etablierung des internationalen Völkerstrafrechts seit den Nürnberger Prozessen kann als ein Prozess zunehmender individueller Verantwortung für schwerste Menschenrechtsverletzungen verstanden werden. Parallel hierzu hat sich in den letzten 50 Jahren das Konzept der Human Rights Litigation entwickelt. Sowohl die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung seit den 1960-er Jahren, als auch in ihren Menschenrechten verletzte Personen und deren Organisationen in Lateinamerika, Afrika und Südasien nutzen Gerichtsverfahren zur strafrechtlichen Aufarbeitung schwerster Menschenrechtsverletzungen und Völkerstraftaten. Human Rights Litigation verfolgt häufig Ziele, die über das Gewinnen des Einzelfalles hinausgehen. Welche Erwägungen die Wahl der Rechtsmittel, die rechtliche Argumentation aber auch begleitende politische Strategien der Human Rights Litigation beeinflussen, soll in dieser Veranstaltung erörtert werden.

Die Lehrveranstaltung wird ausgehend von einer historischen Analyse anhand von konkreten Fallstudien das Zusammenspiel von völkerrechtlichen Standards und menschenrechtlicher Praxis darstellen. Die Dozentin ist seit Jahren an leitender Stelle im European Center for Constitutional and Human Rights für diese Verfahren zuständig. Die Veranstaltung wird die Teilnehmer/innen mit aktuellen Fälle vertraut machen und ggf. zur Mitarbeit an diesen Fällen anleiten.

Platzzahlbeschränkung / Teilnehmerbeschränkung

nein (das heißt: alle Studierenden der Rechtswissenschaft, die sich für diesen Kurs anmelden, dürfen daran teilnehmen)

Anmeldung zur Veranstaltung

via Campus Management
Beginn des Anmeldezeitraums:
1. Oktober 2018, 0 Uhr
Anmeldefrist: 2. November 2018, 24 Uhr
Sie finden diesen Kurs unter "Fakultatives Lehrangebot im SB 5" und unter "Fakultatives Lehrangebot im SB 7". Bitte beachten Sie, dass Sie aus technischen Gründen nur je eine einzige Lehrveranstaltung unter jedem dieser Module buchen können.

Rücktritt von der Kursanmeldung

bis zum 2. November 2018, 24 Uhr via Campus Management
Danach ist eine Abmeldung vom Kurs nur noch in begründeten Fällen im Internationalen Büro am Fachbereich Rechtswissenschaft bis 14 Tage vor dem Prüfungstermin möglich.

Prüfungsform

Für reguläre deutsche Studierende wird keine Prüfung angeboten. Austauschstudierende müssen die Dozentin fragen, ob sie eine Prüfung ablegen dürfen.

Prüfungszeitraum

Die Prüfungstermine werden durch die Dozentin festgelegt.

Anmeldung zur Prüfung

Die Anmeldung zum Kurs via Campus Management ist gleichzeitig die Anmeldung zur Prüfung.

Rücktritt von der Prüfung

Die Abmeldung vom Kurs ist gleichzeitig der Rücktritt von der Prüfung. Ein Rücktritt ist nur bis 14 Tage vor dem Prüfungstermin möglich. Ohne Rücktritt führt die Nicht-Teilnahme an einer Prüfung zum Nicht-Bestehen (0 Punkte).

Notenbekanntgabe

Es ist nicht möglich, die Noten für dieses Modul in Campus Management einzugeben. Bitte lassen Sie sich daher einen Leistungsnachweis (umgangssprachlich: "Schein") aushändigen und reichen Sie diesen Leistungsnachweis im Internationalen Büro am Fachbereich Rechtswissenschaft ein.

Alternativ dazu kann die Dozentin Ihre Note per e-mail an das Internationale Büro am Fachbereich Rechtswissenschaft übermitteln. Diese e-mail muss von einem institutionellen Account (z.B. dem Universitätsaccount, nicht von einem kommerziellen Account wie gmail oder gmx) versendet werden.