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Recht geschlechtersensibel betrachtet

Kursniveau

zweites bis viertes Studienjahr 

Art und Umfang der Veranstaltung

Modul zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen / 2 Semesterwochenstunden

ECTS-credits

5 (Voraussetzung: aktive und regelmäßige Teilnahme)

Lehrform

Diese Übung wird im Sommersemester 2022 voraussichtlich als Präsenzveranstaltung durchgeführt.

Turnus

Die Veranstaltung wird voraussichtlich unregelmäßig angeboten.

Zeitplan und Veranstaltungsorte

Die Veranstaltungszeiten und -orte sind in dem aktuellen Lehrplan unter http://www.fu-berlin.de/vv/fb » Fachbereiche » Rechtswissenschaft » Staatsexamensstudiengang » Rechtswissenschaft (SPO 2015) zu finden. Der Lehrplan für das Sommersemester ist unter diesem Link ungefähr von Ende Februar bis ungefähr Mitte August zu finden.

Inhalt und Organisation

In der Übung "Geschlecht im Recht/Recht gendersensibel betrachtet" werden gesellschaftliche und rechtliche Aspekte miteinander verknüpft. Darin werden feministische Zugänge zum Recht, aber auch weitere damit verbundene Probleme wie Rassismus und soziale Benachteiligung thematisiert. Die Studierenden sollen die Fähigkeit erwerben, unter Einbeziehung relevanter rechtlicher und gesellschaftswissenschaftlicher Erklärungsansätze diskriminierungssensibel zu argumentieren und zu agieren. In kleinen Gruppen werden jeweils einzelne Themenfeld bearbeitet und die Ergebnisse dann in einer abschließenden Veranstaltung präsentiert.

Themenfelder sind zum Beispiel „Geschlecht im Recht – historisch betrachtet“, „Frauen in Konzentrationslagern“, „Frauen in Haft“, „Strafen und Feminismus“, „Recht zwischen Herrschaft und Emanzipation“ oder „Geschlechtergerechtigkeit – Muss Recht geschlechtersensibel oder geschlechterblind sein?“.

Die Studierenden sollen durch Recherche, und Diskussion die einzelnen Themen jeweils sinnvoll strukturieren und aufbereiten. Die Gruppen können als Lektüregruppe arbeiten, die sozialwissenschaftliche/gendertheoretische Grundlagentexte erarbeitet und auf ihren Bezug zum Recht hin analysiert und für juristische Argumentation nutzen lernt; die Gruppen können aber auch praktischer arbeiten, indem sie beispielsweise Exkursionen organisieren und durchführen und die Arbeit z.B. von Gedenkorten näher kennenlernen.

Die Veranstaltung wird mit einem Termin für alle Teilnehmenden beginnen, bei dem ein Überblick über geschlechtertheoretische Zugänge zum Recht gegeben wird und die Gruppen eingeteilt werden.

Qualifikationsziele

Im Rahmen des Lehrprojekts werden folgende Qualifikationen ausdrücklich trainiert:

Die Studierenden arbeiten in Gruppen und müssen daher untereinander Regeln, Strategien und Pläne aushandeln. Dadurch üben sie Kommunikationsfähigkeit, Gesprächsführung und Verhandlungsgeschick. Auch die Interaktionen mit Ansprechpartner:innen zur Organisation bei Besuchen von Lernorten (z.B. Gedenkstätten, jedoch auch Einrichtungen der Bewährungshilfe, des Strafvollzugs, von Gerichten oder Archiven) erfordern und trainieren diese Fähigkeiten.

Ebenso werden Recherchefähigkeiten, interdisziplinäres Arbeiten und die Bereitschaft und Fähigkeit zur Vernetzung trainiert.

Gleichzeitig üben die Studierenden durch die Vorbereitung und das Halten einer Präsentation, Themen gezielt inhaltlich aufzuarbeiten und im Gruppenkontext darzustellen.

Weiter ist es für Jurastudierende unabdingbar, Fachwissen über das Recht und seine Wirkung nicht nur passiv aus Büchern, sondern auch aktiv aus Begegnungen und realen Situationen zu beziehen.

Nicht zuletzt geht es bei dieser Übung auch darum zu lernen, sich auf neue Themen und Situationen einzulassen, sie kritisch zu reflektieren, Kontroversen auszuhalten und konstruktiv zu diskutieren, zu Ergebnissen zu gelangen und das Erarbeitete überzeugend in der juristische Argumentation anzuwenden – Fähigkeiten, die vor allem in den rechtsberatenden Berufen unerlässlich sind.

Teilnahmebeschränkung / Platzbeschränkung

ja (das heißt: es ist möglich, dass Sie keinen Platz in dieser Veranstaltung erhalten)

Bitte beachten Sie, dass Sie während Ihres gesamten Studienaufenthalts an der Freien Universität Berlin lediglich zwei Lehrveranstaltungen zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen besuchen dürfen.

Kursanmeldung

Die Anmeldung erfolgt direkt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Frau Professorin Morgenstern (Achtung Frist! Anmeldung bis 5. April 2022!). Die genauen Anmeldeinformationen entnehmen Sie bitte der Lehrstuhlseite des Arbeitsbereichs (https://www.jura.fu-berlin.de/fachbereich/einrichtungen/strafrecht/lehrende/morgensternc/informationen/index.html).

Bekanntgabe der Platzzuteilung

Ob Sie einen Platz in dieser Veranstaltung erhalten haben, wird Ihnen spätestens am 11. April 2022 per e-mail von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Frau Professorin Morgenstern mitgeteilt.

Kursabmeldung

Wenn Sie einen Platz erhalten haben, jedoch nicht mehr an dieser Veranstaltung teilnehmen möchten, schreiben Sie bitte eine e-mail
(1) an das Sekretariat von Frau Professorin Morgenstern sekretariat.morgenstern@rewiss.fu-berlin.de und
(2) an das Internationale Büro am Fachbereich Rechtswissenschaft jurallp@zedat.fu-berlin.de

Prüfung

In diesem Kurs ist keine Prüfung vorgesehen, sondern es wird nur die regelmäßige und aktive Teilnahme bestätigt. Bei regelmäßiger und aktiver Teilnahme erscheint auf dem Zeugnis die Note "bestanden". Bei unregelmäßiger und/oder nicht aktiver Teilnahme erscheint auf dem Zeugnis die Note "nicht bestanden".

Das heißt, dass Sie keine Note in der Form von juristischen Punkten (0 - 18 Punkte) erhalten.

Bitte fragen Sie vor der Teilnahme an diesem Kurs Ihre Heimatfakultät, ob diese Module ohne Benotung akzeptiert oder nicht.