Globaler und zunehmend englischsprachig – Die Gruppe der internationalen Gaststudierenden im Wandel der Zeit

Bundestagsbesichtigung mit Austauschstudierenden

Bundestagsbesichtigung mit Austauschstudierenden
Bildquelle: Valentina Kleinsasser

News vom 16.11.2018

Dass es zu Semesterbeginn gern mal etwas stressiger werden kann, wissen die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachschaftsinitiative Jura im Café „Tatort“ nur zu gut. Besonders viel zu tun hat in diesem Jahr Valentina Kleinsasser. Die Studierende aus dem 7. Semester betreut neben den neuen Erstsemester-Studierenden 56 internationale Austauschstudierende im Rahmen des Mentoring-Programms. Sie packt Ersti-Tüten für die Campus-Tour, tüftelt an Fragen für ein Pub-Quiz im „Klunkerkranich“, verkuppelt einheimische und internationale Studierende im Buddy-Programm und organisiert Ausflüge in den Deutschen Bundestag. Im vergangenen Jahr hat sie selbst an der University of Birmingham studiert und möchte ihre guten Erfahrungen gern an die internationalen Gäste des Fachbereichs weitergeben. „Berlin gilt im Ausland als coole Stadt und ist unter den Studierenden unserer Partnerunis sehr beliebt“, hat sich Valentina Kleinsasser in vielen persönlichen Gesprächen sagen lassen.

Darüber freuen sich auch die Mitarbeiterinnen des Internationalen Büros. Dort hat man festgestellt, dass der Anteil der Studierenden außerhalb des europäischen Erasmus-Programms kontinuierlich ansteigt. Ungefähr ein Viertel der Gaststudierenden sind in außereuropäischen Regionen wie Mittel- und Südamerika, dem Nahen Osten, Australien und Ostasien beheimatet. „Hatten wir vor rund zehn Jahren noch eine einzige außereuropäische Partneruniversität in den Vereinigten Staaten, ist die Zahl unserer Partnerfakultäten im Übersee-Programm inzwischen auf 20 gestiegen“, berichtet Dr. Andreas Fijal, Prodekan für Lehre und Fachbereichskoordinator für das Erasmus-Programm. Ausschlaggebend hierfür war vor allem die erste Exzellenzrunde im Jahr 2007, mit der sich die Freie Universität Berlin als internationale Netzwerkuniversität in der deutschen Hochschullandschaft etablierte.

Dieser Zuwachs an attraktiven Studienplätzen in Übersee wäre jedoch nicht möglich gewesen ohne ein umfassendes englischsprachiges Lehrangebot für die internationalen Gaststudierenden. „Was im Jahr 2006 mit mühsam zusammengestellten 30 ECTS-credits für das Themis-Programm im Wintersemester begann, hat sich zu einem ganzjährigen englischsprachigen Kursangebot ausgeweitet, welches den Studierenden breite Wahlmöglichkeiten eröffnet“, führt Dr. Fijal weiter aus. „Dieses Lehrangebot umfasst vor allem Kurse zum internationalen Wirtschaftsrecht und im Bereich des Völkerrechts. Es wird sowohl von Lehrbeauftragten als auch von wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und ProfessorInnen bereitgestellt“, berichtet Isabel Fauth, studentische Mitarbeiterin im Internationalen Büro, die selbst vor zwei Jahren an der University of New South Wales in Sydney studierte.

Trotz der wachsenden Bedeutung der englischen Sprache erfreuen sich auch die deutsch-, spanisch- und französischsprachigen Lehrangebote des Fachbereichs weiterhin einiger Beliebtheit. „Und auch im Internationalen Büro können sich Studierende in diesen vier Sprachen beraten lassen – eigentlich sogar in sechs, wenn man weitere MitarbeiterInnen des Studien- und Prüfungsbüros einbezieht“, fügt Isabel Fauth hinzu.

Diese attraktiven Studienbedingungen werden wohl auch in Zukunft zahlreiche internationale Gäste nach Dahlem locken. Valentina Kleinsasser und die Mitarbeiterinnen des Internationalen Büros werden sie gern mit einer Ersti-Tüte und vielen nützlichen Tipps und Hinweisen bei der Campus-Tour in Empfang nehmen.

Grit Rother – Internationales Büro

2 / 9