Auslandsstudium in Großbritannien nach dem Brexit

London

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Bildquelle: Valentina Kleinsasser

News vom 15.11.2018

Eine Frage, die den Mitarbeiterinnen des Internationalen Büros in den letzten Monaten oft gestellt wird, ist die nach den Auswirkungen des Brexits auf den Studierendenaustausch mit Universitäten im Vereinigten Königreich.

In der Tat unterhält der Fachbereich an sieben Universitäten in England und Schottland rund 20 Prozent aller Erasmus-Studienplätze. Da sich diese Universitäten gut für das Schwerpunktbereichsstudium im Ausland eignen und Großbritannien zu den beliebtesten Destinationen der FU-Studierenden zählt, träfe deren Wegfall den Fachbereich hart.

Doch bisher haben viele britische Partner beteuert, den Austausch auch in Zukunft fortführen zu wollen. Der auslaufende Vertrag mit der University of Essex wurde erneuert, ein neuer Vertrag mit der University of Durham geschlossen, und die University of Birmingham regte gar eine Erhöhung der Studierendenzahlen an.

Gute Austauschbeziehungen sind auch außerhalb des Erasmus-Programms möglich. Sollte das Vereinigte Königreich mit dem Brexit aus diesem Programm ausscheiden, stünden den Studierenden des Fachbereichs immerhin die kostenfreien Studienplätze an den Partneruniversitäten zur Verfügung. Es ist jedoch gut möglich, dass Austauschstudierende an den britischen Universitäten künftig auf den Erasmus-Mobilitätszuschuss verzichten werden müssen. Bislang liegen hierzu jedoch noch keine verlässlichen Informationen vor. Man darf gespannt sein, worauf sich die britische Regierung und die EU einigen werden.

Wie die aktuellen Bewerber/innen-Zahlen zeigen, ist das studentische Interesse an einem Auslandsaufenthalt auf den britischen Inseln jedenfalls ungebrochen und wird es hoffentlich auch nach einem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU bleiben.

Grit Rother – Internationales Büro

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