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Mitteilung des Prüfungsausschusses

News vom 06.11.2020

Mitteilung des Prüfungsausschusses

6.11.2020

Anwendung von § 126b BerlHG auf die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung

Zur Anwendung von § 126b BerlHG („Prüfungen, die im Sommersemester 2020 und im Wintersemester 2020 / 2021 abgelegt und nicht bestanden werden, gelten als nicht unternommen.“) auf die universitäreSchwerpunktbereichsprüfung gibt der Prüfungsausschuss folgende Hinweise:

1. § 126b BerlHG findet Anwendung auf eine Schwerpunktbereichsprüfung, wenn mindestens eine Prüfungsleistung zwischen dem 1.4.2020 und dem 31.3.2021 abgelegt worden ist oder noch abgelegt wird. Eine Studienabschlussarbeit ist in diesem Zeitraum abgelegt, wenn der Tag der Themenausgabe und/oder der Tag des Ablaufs der Bearbeitungsfrist in diesen Zeitraum fallen. Für eine mündliche Prüfungsleistung oder eine Klausur ist der Tag der Prüfungsleistung maßgebend. Nicht maßgebend ist der Tag der Bewertung, der Bekanntgabe des Ergebnisses oder die Einreichung einer Gegenvorstellung. Auf die Frist zur Gegenvorstellung hat das Gesetz keinen Einfluss.

2. § 126b BerlHG gilt für Prüfungen, die abgelegt und nicht bestanden wurden. Dies ist nach § 14 Abs. 2 S. 2 SPO der Fall, wenn die zusammengefasste Endpunktzahl nicht mindestens 4,00 Punkte („ausreichend“) ist. Auf die Bewertung der Teilprüfungsleistungen kommt es nicht an. Eine nicht bestandene Teilprüfungsleistung bei insgesamt bestandener Schwerpunktbereichsprüfung kann daher nicht wiederholt werden. Es kommt auch nicht darauf an, ob eine Teilprüfungsleistung im Fall der Säumnis als nicht bestanden gilt. § 126b BerlHG gilt hingegen nicht für Prüfungen, deren Nichtbestehen im Fall des Täuschungsversuchs festgestellt worden ist; durch das Gesetz soll ausschließlich einer nicht durch die Studierenden zu vertretenen Situation Rechnung getragen werden. Das Gesetz gilt daher ferner nicht für Prüfungen, die infolge einer Abstandnahme vom Prüfungsversuch als nicht bestanden gelten.

3. Eine Prüfung, die in den Anwendungsbereich des Gesetzes fällt, gilt als nicht unternommen. Entsprechende Eintragungen in der Leistungsübersicht werden durch das Prüfungsbüro sukzessive gelöscht. Ist auf eine nicht bestandene Prüfung, die in den Anwendungsbereich des Gesetzes fällt, ein Nichtbestehensbescheid ergangen, wird dieser von Amts wegen widerrufen. Auf der Grundlage des Widerrufsbescheides kann ggf. ein Widerruf der Exmatrikulation bei der Studierendenverwaltung beantragt werden. Die Prüfung kann auch dann wiederholt werden, wenn es sich um den nach § 16 Abs. 3 S. 1, Abs. 4 S. 1 SPO letztmöglichen Prüfungsversuch gehandelt haben sollte. Für die Wiederholung gelten die allgemeinen für die Wiederholung einer nicht bestandenen Schwerpunktbereichsprüfung anwendbaren Vorschriften; insbesondere kann die Prüfung gemäß § 16 Abs. 3 S. 1 SPO nur im Ganzen wiederholt werden; für die Wiederholung kann ein anderer Schwerpunktbereich gewählt werden (§ 16 Abs. 3 S. 2 SPO). Erforderlich ist eine erneute Meldung zu den Prüfungsleistungen gemäß § 13 Abs. 6 und 7 SPO. Für die Wiederholungsprüfung gilt § 126b BerlHG wiederum, wenn diese Prüfung in den Anwendungsbereich des Gesetzes fällt.

4. § 126b BerlHG bleibt auf eine in seinen Anwendungsbereich fallende Schwerpunktbereichsprüfung auch nach Erhebung einer Gegenvorstellung anwendbar, außer diese hat zu einer Bewertung der Prüfungsleistung geführt, die das Bestehen der Schwerpunktbereichsprüfung zur Folge hat.

Univ.-Prof. Dr. Olaf Muthorst
Prüfungsausschussvorsitzender


 Mitteilung des Prüfungsausschusses

20.10.2020 

Umsetzung von § 126b berlHG n.F. im Einführungs- und Aufbaubereich

Das am 8.10.2020 verkündete „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Bereich des Hochschulrechts“ sieht unter anderem vor: „Prüfungen, die im Sommersemester 2020 und im Wintersemester 2020 / 2021 abgelegt und nicht bestanden werden, gelten als nicht unternommen. Das hat zahlreiche Fragen offengelassen, die inzwischen teilweise auf Ebene der Universität und der zuständigen Senatsverwaltungen geklärt werden konnten. Der Prüfungsausschuss gibt daher folgende Hinweise zur Anwendung dieses Gesetzes auf Prüfungen im Einführungs- und Aufbaubereich:

1. Das Gesetz gilt für Klausuren, Kurz-Hausarbeiten, Hausarbeiten und Seminararbeiten, die zwischen dem 1.4.2020 und dem 31.3.2021 abgelegt wurden oder noch abgelegt werden. Bei Klausuren ist der Tag der Klausur maßgebend. Auf Kurz-Hausarbeiten, Hausarbeiten und Seminararbeiten ist das Gesetz anwendbar, wenn der Tag der Ausgabe der Aufgabenstellung oder der Tag des Endes der Bearbeitungsfrist in den Geltungszeitraum fallen. Nicht maßgebend ist der Tag der Bewertung, der Bekanntgabe des Ergebnisses oder die Einreichung einer Gegenvorstellung. Auf die Frist zur Gegenvorstellung hat das Gesetz keinen Einfluss.

2. Das Gesetz gilt für Prüfungen, die abgelegt und nicht bestanden wurden. Es gilt nicht für Prüfungsleistungen, die infolge von Säumnis oder Rücktritts ohne triftigen Grund nach Verstreichen der Abmeldefrist (§ 19 Abs. 1 RSPO) oder in einem Fall des § 19 Abs. 3 oder 4 RSPO (Täuschungsversuch etc.) als mit „nicht ausreichend“ bewertet gelten; durch das Gesetz soll ausschließlich einer nicht durch die Studierenden zu vertretenen Situation Rechnung getragen werden. Das Gesetz gilt ferner nicht für Prüfungen, von denen fristgerecht oder aus triftigem Grund zurückgetreten wurde; diese Prüfungen wurden ohnehin nicht unternommen.

3. Prüfungsleistungen, die in den Anwendungsbereich des Gesetzes fallen, gelten als nicht unternommen. Die entsprechenden Eintragungen in der Leistungsübersicht werden durch das Prüfungsbüro sukzessive gelöscht.

4. Ist auf eine nicht bestandene Prüfung, die in den Anwendungsbereich des Gesetzes fällt, ein Nichtbestehensbescheid ergangen, wird dieser von Amts wegen widerrufen. Auf der Grundlage des Widerrufsbescheides kann ggf. ein Widerruf der Exmatrikulation bei der Studierendenverwaltung beantragt werden.

5. Das begonnene Prüfungsverfahren bleibt anhängig, so dass die betroffenen Studierenden vom Prüfungsausschuss automatisch zum nächsten Prüfungsversuch angemeldet sind. Soll dieser Versuch nicht wahrgenommen werden, bedarf es wie üblich eines fristgerechten Rücktritts.

6. In Prüfungen, die in den Anwendungsbereich des Gesetzes fallen, ist auch ein Drittversuch kein letztmöglicher Wiederholungsversuch, so dass Prüfungen nicht von mindestens zwei Prüferinnen oder Prüfern abzunehmen sind.

7. Nach der vorläufigen Auffassung des Prüfungsausschusses führt der Umstand, dass die mit „nicht bestanden“ bewertete Prüfungsleistung als nicht unternommen gilt, nicht dazu, dass eine Gegenvorstellung gegen die Prüfungsbewertung unzulässig wäre. Umgekehrt bleibt das Gesetz auf eine in seinen Anwendungsbereich fallende Prüfungsleistung auch nach Erhebung einer Gegenvorstellung anwendbar, außer diese hat zu einer Bewertung der Prüfungsleistung als bestanden geführt.

8. Die vorstehenden Hinweise gelten NICHT für Prüfungsleistungen im Rahmen der universitären Schwerpunktbereichsprüfung, weil über die sich insofern stellenden Rechtsfragen noch kein Einvernehmen mit der zuständigen Senatsverwaltung erzielt worden ist.

Univ.-Prof. Dr. Olaf Muthorst
Prüfungsausschussvorsitzender

Mitteilung des Prüfungsausschusses

20.10.2020

Auch im Wintersemester 2020/21 wird das Prüfungsgeschehen von pandemiebedingten Einschränkungen betroffen sein. Der Prüfungsausschuss teilt dazu heute mit:

1. Vorbehaltlich der Beschlussfassung des Fachbereichsrates werden die im August bzw. September ausgegebenen Studienabschlussarbeiten als Einzelprüfungen in einem Webex-Meeting mit Prüfer/in und Beisitzer/in zu verteidigen sein.

2. Die Modulabschlussklausuren im Einführungs- und Aufbaubereich werden als Präsenzklausuren geplant. Sollte eine Modulabschlussklausur nicht als Präsenzklausur geschrieben werden können, wird sie im E-Examinations@Home-Verfahren der CeDiS abgenommen.

3. Die Verkürzung und Verlegung der Vorlesungszeit des Wintersemesters führt dazu, dass Vorlesungen, Hausarbeiten und Klausuren nur teilweise überschneidungsfrei angeboten werden können. Der Prüfungsausschuss wird die Aufgabensteller/innen darauf hinweisen, dass es in diesem Durchgang daher von besonderer Bedeutung ist, den Umfang der Aufgabenstellung so zu bemessen, dass die Hausarbeit innerhalb von (netto) vier Wochen bearbeitet werden kann.

4. Vorbeugende Maßnahmen des Infektionsschutzes, insbesondere Quarantäne- oder Isolationsanordnungen, aber auch der eingeschränkte Zugang zu Bibliotheken beeinträchtigen Studium und Prüfungen in individuell unterschiedlich ausgeprägtem Maße. Der Gesetzgeber hat daraus Konsequenzen gezogen und unter anderem eine Wiederholungsregelung vorgesehen, über deren Umsetzung der Prüfungsausschuss gesondert informiert. Hingegen kommen individuelle Verlängerungen der Bearbeitungszeit weiterhin nur in den prüfungsrechtlich vorgesehenen Fällen (unverzüglich angezeigte und glaubhaft gemachte Prüfungsunfähigkeit) in Betracht.

5. Um etwaigem Gesprächsbedarf Rechnung zu tragen, veranstalte ich eine Offene Sprechstunde am Donnerstag, 22.10.2020, ab 20.00 Uhr, an der Sie unter der folgenden URL teilnehmen können: https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin/onstage/g.php?MTID=e141e1a603c0e02cfb1937264a93ae650 (Event-Kennnummer: 121 283 3745 Event-Passwort: XHbnR6q8Z5J– sofern die Technik funktioniert).

Univ.-Prof. Dr. Olaf Muthorst
Prüfungsausschussvorsitzender


Mitteilung des Prüfungsausschusses

4.6.2020

Angesichts weiter andauernder Einschränkungen, denen der Universitätsbetrieb ausgesetzt ist, teilt der Prüfungsausschuss mit, dass die Modulabschlussprüfungen im Sommersemester 2020 nur mit folgenden Abweichungen stattfinden können:

1. Modulabschlussklausuren im Einführungs- und Aufbaubereich können nicht stattfinden. Der Fachbereichsrat hat auf Bitten des Prüfungsausschusses beschlossen, dass in den Modulen des Einführungs- und Aufbaubereichs in diesem Semester anstatt der (Wiederholungs-)Klausuren Hausarbeiten ausgegeben werden, und zwar mit Aufgabenstellungen folgenden Umfangs:

statt einer Klausur von 90 Minuten:

eine Hausarbeit, die in 135 Minuten zu bewältigen ist

mit einer absoluten Obergrenze von 10 Seiten

einheitlich für alle Hausarbeiten soll gelten:

  • Abgabe per E-Mail mit Einsendeschluss 24 Stunden nach Ausgabe (10.00 Uhr bis 10.00 Uhr am Folgetag)

  • Verzeichnisse und Fußnoten sind erlassen

statt einer Klausur von 120 Minuten (inkl. „Nebengebiete des Bürgerlichen Rechts“):

eine Hausarbeit, die in 180 Minuten zu bewältigen ist

mit einer absoluten Obergrenze von 12 Seiten

statt einer Klausur von 240 Minuten:

eine Hausarbeit, die in 360 Minuten zu bewältigen ist

mit einer absoluten Obergrenze von 14 Seiten

Weitere Formalien und Hinweise zur Durchführung des Prüfungsverfahrens werden noch durch den Prüfungsausschuss konkretisiert und rechtzeitig vor Schluss des An-/Abmeldezeitraums bekanntgegeben. Die Ausgabetermine sind derzeit zwischen dem 20.7.2020 und dem 6.8.2020 vorgesehen. Ein genauer Terminplan wird so bald wie möglich veröffentlicht.

2. Modulabschlussklausuren im Rahmen der universitären Schwerpunktbereichsprüfung finden als Präsenzklausuren statt unter strenger Einhaltung aller geltenden Infektionsschutzvorschriften. Die Klausuren finden voraussichtlich in der Zeit vom 20. bis 24.7.2020 statt. Ein genauer Terminplan sowie nähere Hinweise zur Durchführung des Prüfungsverfahrens sowie zum Infektionsschutz werden so bald wie möglich veröffentlicht.

3. Hausarbeiten im Einführungs- und Aufbaubereich werden in üblicher Weise ausgegeben, und zwar voraussichtlich einheitlich am Freitag, 7.8.2020.

4. Ebenfalls voraussichtlich an diesem Tag werden Themen für die Wiederholung der Studienabschlussarbeit ausgegeben. Die Frist für die Anmeldung zu dieser Prüfungsleistung endet am Montag, 6.7.2020. Hinweise zum Anmeldeverfahren sowie zu einer Fristverlängerung bei Verzögerungen in der Bewertung der abgegebenen Studienabschlussarbeiten werden so bald wie möglich veröffentlicht.

5. Kolloquien zur Verteidigung der Studienabschlussarbeit können nicht stattfinden. Der Fachbereichsrat hat auf Bitten des Prüfungsausschusses beschlossen, dass in diesem Semester die Verteidigung der Studienabschlussarbeit (Vortrag und Diskussion) als Einzelprüfung in einem Webex Meeting mit Prüfer/in und Beisitzer/in stattfindet. Darüber hinausgehende Studienleistungen, die die Modulbeschreibungen der SPO für die Abschlussmodule mit Kolloquium vorsehen, sind in diesem Semester erlassen. Die Einzelprüfung zur Verteidigung der Studienabschlussarbeit wird innerhalb des für das Kolloquium im Vorlesungsplan vorgesehenen Zeitfensters erfolgen, wenn die Bewertung der Studienabschlussarbeit rechtzeitig bekanntgegeben werden konnte und die eingeräumte Frist zum Rücktritt von der Studienabschlussarbeit abgelaufen oder auf den Rücktritt verzichtet worden ist. Nähere Hinweise zur Durchführung der Prüfung werden so bald wie möglich veröffentlicht.

Für alle Prüfungen gilt:

1. Die Prüfer/innen werden vom Prüfungsausschuss darauf hingewiesen, dass die eingeschränkte Verfügbarkeit von Literatur bei der Bewertung des Schwierigkeitsgrads der Hausarbeit zu berücksichtigen ist.

2. Im Interesse derjenigen Studierenden, deren häusliches Umfeld eine konzentrierte Bearbeitung bzw. eine konzentrierte Prüfung nicht erlaubt, wird geprüft, in welchem Umfang im Sinne einer Härtefallregelung Zugang zu Universitätsräumen ermöglicht werden kann.

3. Bei der Ausgestaltung und der Durchführung aller Prüfungen müssen die Erfordernisse des Infektionsschutzes ebenso wie die Chancengleichheit im Prüfungsverfahren – auch gegenüber früheren und künftigen Prüfungskohorten – beachtet werden. Alle Entscheidungen des Prüfungsausschusses und des Fachbereichsrates beruhen daher auf der Prämisse, dass sich weder das Infektionsgeschehen noch die an der Freien Universität geltenden Regelungen, insbesondere zum Infektionsschutz, zur Arbeitssicherheit und zum Prüfungsrecht, bis zur Durchführung der jeweiligen Prüfung noch maßgeblich ändern.

4. Allen Beteiligten ist bewusst, dass die vorstehenden Regelungen noch nicht alle Fragen zufriedenstellend beantworten. Um etwaigem Gesprächsbedarf Rechnung zu tragen, veranstalte ich eine Offene Sprechstunde am Montag, 8.6.2020, ab 20.00 Uhr, an der Sie unter der folgenden URL teilnehmen können: https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin/onstage/g.php?MTID=e9c97d5116ffffc71fd7b53536eeb87cc (Event-Kennnummer: 121 992 5804 Event-Passwort: g4nMkYiiw67 – sofern die Technik funktioniert).

Univ.-Prof. Dr. Olaf Muthorst
Prüfungsausschussvorsitzender


24.4.2020

Mitteilung des Prüfungsausschusses

Hinweise des GJPA

Einer Bitte des Gemeinsamen Juristischen Prüfungsamtes entsprechend wird auf Folgendes hingewiesen: Anmeldungen zur staatlichen Pflichtfachprüfung für die Kampagne 1.2020/II können in der auf der Website vorgegebenen Meldefrist (4.5.-12.6.2020) zur Zeit ausschließlich postalisch entgegengenommen werden. Die Postanschrift lautet: GJPA, Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Salzburger Str. 21-25, 10825 Berlin.

Diese Adresse findet sich auch auf der Website des GJPA. Beizufügen ist, neben den auf der Webseite aufgeführten Zulassungsnachweisen, eine Kopie des Reisepasses bzw. Personalausweises des Anmeldenden.

Hinsichtlich der Freiversuchsregelung gilt laut GJPA Folgendes: Vorerst wird zunächst für Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für die Kampagne im Oktober 2020 zum Freiversuch anmelden müssten, das Sommersemester 2020 nicht auf die Frist zur Anmeldung zum Freiversuch angerechnet. Da die Anrechnung des Semesters unterbleibt, können sich hierauf auch Kandidatinnen und Kandidaten berufen, die bereits die Höchstfrist nach § 13 Abs. 2 JAO (4 Semester) ausgeschöpft haben.

Ob das kommende Sommersemester 2020 insgesamt bei der Berechnung des Freiversuchs unberücksichtigt bleibt, wird derzeit unter den verantwortlichen Ministerien diskutiert. Eine Entscheidung soll hier möglichst einheitlich getroffen werden.

Mitteilung des Prüfungsausschusses

14.4.2020

Studium und Prüfungen im Sommersemester 2020

Der Fachbereich stellt ein nahezu flächendeckendes Angebot digitaler Lehre im Sommersemester 2020 zur Verfügung. Die aktive Teilnahme an diesen Angeboten wird zur Vermeidung einer Studienzeitverlängerung dringend empfohlen. Gleichwohl werden nicht alle Studierenden dieser Empfehlung zur Gänze folgen können, etwa weil sie nicht über die benötigte technische Ausstattung verfügen oder Kinderbetreuungsaufgaben wahrnehmen müssen. Der Prüfungsausschuss weist deshalb darauf hin, dass, soweit in Modulen des Studiengangs eine Pflicht zur regelmäßigen und aktiven Teilnahme besteht, sich diese Pflicht derzeit nur auf Präsenzlehrveranstaltungen bezieht (§ 9 RSPO) und derzeit nicht auf Online-Lehrangebote übertragbar ist. In welcher Weise die Pflicht zur aktiven Teilnahme im Modul Thematische Vertiefung erfüllt und überprüft wird, geben die jeweiligen Seminarveranstalter/innen bekannt.

Während sich aktuell noch nicht absehen lässt, unter welchen äußeren Bedingungen das Sommersemester 2020 verlaufen wird, müssen die Planungen für die anstehenden Prüfungen beginnen. Der Prüfungsausschuss geht dabei derzeit davon aus, dass

1. – Klausuren im Sommersemester im gewohnten Modus geschrieben werden können. Gegebenenfalls werden zeitliche Verschiebungen und/oder Aufteilungen in Prüfungsgruppen erforderlich. Der Rücktritt von der im Februar 2020 begonnenen Studienabschlussarbeit steht der Teilnahme an der Klausur im Rahmen der Schwerpunktbereichsprüfung nicht entgegen;

2. – die Kolloquien zur Verteidigung der Studienabschlussarbeit am Ende des Sommersemesters in gewohntem Modus stattfinden können. Die Terminplanung wird aus Gründen der Gleichbehandlung so erfolgen, dass über den Rücktritt von der Studienabschlussarbeit nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses einheitlich VOR der Verteidigung entschieden werden muss;

3. – Hausarbeiten im Sommersemester im gewohnten Modus geschrieben werden können und daher auch innerhalb der vorlesungsfreien Zeit des Sommersemesters eine Wiederholung der Studienabschlussarbeit für diejenigen ermöglicht werden kann, die von der Studienabschlussarbeit im Februar 2020 zurücktreten. Im Fall des Nichtbestehens der Schwerpunktbereichsprüfung wird ein Prüfungsversuch auch dann als Freiversuch gemäß § 16 Abs. 4 SPO angesehen werden, wenn die zeitliche Lage der Wiederholung der Studienabschlussarbeit und/oder der Kolloquien dazu führt, dass der Prüfungsversuch nicht im Sommersemester 2020 endet.

Der Prüfungsausschuss wird regelmäßig erwägen, ob an diesem Planungsstand festgehalten werden kann. Weitere Einzelheiten sind den Bekanntmachungen des Prüfungsbüros zu entnehmen.

Univ.-Prof. Dr. Olaf Muthorst

Prüfungsausschussvorsitzender



Ergänzend zu den Mitteilungen vom 13.3.2020 und vom 16.3.2020 gibt der Prüfungsausschuss bekannt:

1. Nach der auf Bachelor- und Masterarbeiten bezogenen Mitteilung des Präsidiums zur Verlängerung von Bearbeitungszeiten für Abschlussarbeiten von vergangener Woche ist jetzt geklärt, dass sich alle Mitteilungen des Präsidiums nicht auf Staatsexamensstudiengänge beziehen, sondern dort die Regelungen der jeweiligen Prüfungsausschüsse gelten sollen. Unsere Verfahrensweise entspricht damit derjenigen, die auch an den benachbarten juristischen Fakultäten Anwendung findet.

2. Es kann deshalb dabei bleiben, dass alle Studierenden des Fachbereichs Rechtswissenschaft, die zur Zeit zu einer Hausarbeit im Einführungs-, Aufbau- oder Schwerpunktbereich (studienbegleitende Hausarbeit, Seminararbeit oder Studienabschlussarbeit) angemeldet sind, von dieser Hausarbeit zurücktreten können. Dieser Rücktritt kann durch schlichtes Unterlassen der fristgerechten Abgabe erfolgen und muss weder gesondert beantragt noch begründet werden.

3. Wer von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch machen möchte, weil sie/er ihre/seine Arbeit bereits weitgehend gefördert hat und sich im Stande sieht, die Arbeit auch ohne Bibliothekszugang zum Abschluss zu bringen, wird gebeten, diese Arbeit als Datei im pdf-Format fristwahrend per E-Mail an das Prüfungsbüro zu übersenden. Das pdf-Dokument muss den Anonymitätsanforderungen der Studienordnung genügen. Es bleibt vorbehalten, dass das Prüfungsbüro das postalische Einreichen von Ausdrucken in Abstimmung mit den Prüfer/innen nachfordert. Die Möglichkeit der Abgabe durch postalische Zusendung bleibt unberührt.

4. Die Bearbeitungsfristen für die Hausarbeiten enden mit der bereits bekannt gegebenen einer Verlängerung der Bearbeitungszeit um 14 Tage und damit wie folgt:

  • HA Strafrecht II/ WH, HA Sachenrecht/WH, HA Allgemeines Verw. und Prozessrecht: Abgabedatum ursprünglich 27.04.2020, Abgabedatum verlängert um 14 Tage nunmehr 11.05.2020

  • Studienabschlussarbeiten: Abgabedatum ursprünglich 09.04.2020, Abgabedatum verlängert um 14 Tage nunmehr 23.04.2020

Die Bearbeitungsfristen für ausgegebene Seminararbeiten verlängern sich ebenfalls um 14 Tage. Den Seminarveranstalter/innen bleiben im Hinblick auf Ziffer 7 abweichende Regelungen vorbehalten.

Individuelle Schreibzeitverlängerungen aufgrund von Prüfungsunfähigkeit bleiben unberührt. Dazu gestellte Anträge werden auf Grundlage der neuen Abgabedaten von Amts wegen neu beschieden.

5. Die Prüfer/innen werden vom Prüfungsausschuss darauf hingewiesen, dass die Nichtverfügbarkeit von Literatur bei der Bewertung des Schwierigkeitsgrads der Hausarbeit zu berücksichtigen ist.

6. Von der abgegebenen Hausarbeit, Studienabschlussarbeit oder Seminararbeit kann auch nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses noch zurückgetreten werden, und zwar auch im Bestehensfall. Der Rücktritt ist auf einem Formular zu erklären, das vom Prüfungsbüro rechtzeitig zugänglich gemacht werden wird.

Für den Rücktritt gilt eine Ausschlussfrist von zwei Wochen ab Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses. Im Fall des Rücktritts gilt die Prüfungsleistung als nicht unternommen.

7. Zum jetzigen Zeitpunkt des Beginns eines epidemischen Geschehens kann niemand seriös vorhersagen, ab wann ein Prüfungsgeschehen nach regulären Maßstäben wieder aufgenommen werden kann. Entsprechend ist derzeit auch unklar, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Form an unserem Fachbereich die nächsten Klausuren, Kolloquien und Seminare stattfinden werden. Der Prüfungsausschuss wird darauf hinwirken, dass es zur Nachholung von Prüfungsleistungen, die im Sommer nicht wie vorgesehen erbracht werden können, baldestmöglich nach Wiederherstellung regulärer Verhältnisse Gelegenheit geben wird. Das betrifft auch die Ausgabe neuer Studienabschlussarbeiten, so dass ein Rücktritt in Anwendung der vorstehenden Regelungen nicht notwendigerweise bedeutet, dass die Schwerpunktbereichsprüfung erst ein Jahr später abgelegt werden kann. Die derzeitigen (optimistischen) Planungen beruhen auf der Annahme, dass Klausuren im Sommersemester geschrieben und im Anschluss an die Klausurenphase Studienabschlussarbeiten ausgegeben werden können, die folglich von Ende Juli bis Ende September zu bearbeiten wären. Es liegt indessen in der Natur einer Prognose, dass sich die Dinge auch anders entwickeln können.

8. Mit der Anordnung des Präsenznotbetriebes durch die Universitätsleitung ist auch den Prüferinnen und Prüfern der im Korrekturlauf befindlichen Klausuren des Wintersemesters 2019/2020 sowie den zuständigen Sekretariaten der Zugang zu ihren Büros verwehrt. Diese Prüfungsverfahren können daher derzeit nicht fortgesetzt werden. Der Prüfungsausschuss wirkt darauf hin, dass diese Beschränkungen nicht länger als zwingend notwendig fortbestehen.

9. Schon jetzt ist absehbar, dass die gegenwärtige Situation den Fortgang des Studiums im Sommersemester erheblich beeinträchtigt. Der Prüfungsausschuss wirkt im Rahmen seiner Zuständigkeit darauf hin, dass die geltenden Regelstudienzeiten für Studienförderung und Freiversuche so gehandhabt werden (können), dass den aktuell immatrikulierten Studierenden kein Nachteil entsteht. Gegenüber dem Gemeinsamen Prüfungsamt ist eine entsprechende Initiative der Dekanate der benachbarten Fakultäten bereits lanciert worden.

10. Allen Beteiligten ist bewusst, dass auch die vorstehenden Regelungen nicht alle Fragen zufriedenstellend beantworten. Um dem allseitigen Gesprächsbedarf Rechnung zu tragen, veranstalte ich eine Offene Sprechstunde heute, Freitag, 27.3.2020, ab 20.00 Uhr, an der Sie unter der folgenden URL teilnehmen können: https://webconf.vc.dfn.de/r255dchcneyp/ (sofern die Technik funktioniert).

Univ.-Prof. Dr. Olaf Muthorst

Prüfungsausschussvorsitzender


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