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Meldefristverlängerung für die Teilnahme an einer Verfahrenssimulation

Gemäß der neuen Nummer 8 des § 13 Abs. 2 JAO kann nun auch für die Teilnahme an einer fremdsprachlichen Verfahrenssimulation (Moot-Court-Veranstaltung) an einer deutschen Universität ein Semester Meldefristverlängerung bei der Anmeldung zum Freiversuch der Ersten juristischen Prüfung beim GJPA beantragt werden.

News vom 01.02.2019

§ 13 Abs. 2 JAO
"Bei der Berechnung der Semesterzahl nach Abs. 1 bleiben folgende Fachsemester, insgesamt aber nicht mehr als vier, unberücksichtigt und gelten nicht als Unterbrechung:

 8. Ein Fachsemester für die Teilnahme an einer internationalen, fremdsprachlichen Verfahrenssimulation im Rahmen des Studiums an einer deutschen Hochschule, wenn der Prüfling hierfür einen Leistungsnachweis erworben hat. Der Leistungsnachweis, der von einer juristischen Fakultät der Universitäten im Geltungsbereich dieser Verordnung auszustellen oder zu bestätigen ist, muss ausweisen, dass die Verfahrenssimulation den deutlich überwiegenden Teil des Studienaufwandes des Prüflings während dieses Semesters dargestellt hat. Die internationale Verfahrenssimulation darf nicht als weitere Studiums- und/oder Prüfungsleistung geltend gemacht werden.
…"

 

Erläuterungen

1. Soll der Moot-Court-Schein lediglich als Schlüsselqualifikation anerkannt werden, kann dieser zwecks Eintragung in das Datensystem (und zur Vervollständigung der Leistungsübersicht) im Prüfungsbüro vorgelegt werden. Beim GJPA zählt dieser Nachweis als Zulassungsvoraussetzung gemäß § 6 JAG.

2. Für den Nachweis der Meldefristverlängerung  kann ein vom GJPA entworfenes Formblatt – hier (pdf-Datei 37,6 KB) – heruntergeladen, ausgefüllt und im Prüfungsbüro vorgelegt werden. Der Moot-Court-Schein zählt nicht als Schlüsselqualifikation gemäß § 6 JAG.

 3. Da die Veranstaltungstermine des Wettbewerbs nicht die ganze Vorlesungszeit ausfüllen, besteht die Möglichkeit, weitere Nachweise im Semester zu erwerben, jedoch muss die Verfahrenssimulation den „überwiegenden Teil des Studienaufwandes“ im jeweiligen Semester darstellen. Damit eine Anerkennung der zusätzlichen Nachweise durch das GJPA erfolgen kann, hat der Prüfungsausschuss in seiner Sitzung vom 7. April 2011 folgenden Beschluss gefasst:

 „Das Moot-Court-Zeugnis kann als Meldefrist verlängernder Nachweis nur anerkannt werden, wenn im selben Semester lediglich eine Schlüsselqualifikation (andere Veranstaltung als die des Moot Courts!) und/oder eine Fremdsprachenfachkompetenz abgelegt wurde(n). - Da das Prüfungsbüro bei Studienleistungen (Schlüsselqualifikation, Fremdsprachenfachkompetenz, Seminar, Übungen) keine Möglichkeit zur Überprüfung der Teilnahme hat, soll eine Erklärung vom Studierenden als Seite 2 an die GJPA-Bescheinigung gehängt werden: „Ich versichere, dass ich im SoSe/WiSe … außer der angegebenen Schlüsselqualifikation und/oder Fremdsprachenfachkompetenz keine weitere(n) Studien- und/oder Prüfungsleistungen abgelegt habe.“

 

Zusatzinformation: Das Gemeinsame Juristische Prüfungsamt Berlin-Brandenburg weist ausdrücklich darauf hin, dass keine Meldefristverlängerung gewährt wird, wenn im selben Semester Prüfungsleistungen (insbesondere der universitären Schwerpunktbereichsprüfung) abgelegt wurden (Studienabschlussarbeit, Abschlussklausur).

Ausnahme: Mündliche Prüfung im Rahmen der universitären Schwerpunktbereichsprüfung, wenn diese Prüfungsleistung die Abschlussprüfung für den Antragsteller darstellt und in diesem Semester keine Pflichtveranstaltungen mehr besucht werden müssen, d.h. wenn der/die Studierende "scheinfrei" ist.

Für Rückfragen stehen Ihnen die Sachbearbeiterinnen des Prüfungsbüros zur Verfügung.

 

i.A. des Prüfungsausschusses des FB Rechtswissenschaft
Prüfungsbüro, Mai 2011

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