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Jetzt für Schlüsselqualifikation "Geschlecht im Recht/Recht gendersensibel betrachtet" anmelden! Achtung: Frist bis 5.4.22!

News vom 01.04.2022

Inhalt und Organisation:

In der Schlüsselqualifikation "Geschlecht im Recht/Recht gendersensibel betrachtet" werden gesellschaftliche und rechtliche Aspekte miteinander verknüpft. Darin werden feministische Zugänge zum Recht, aber auch weitere damit verbundene Probleme wie Rassismus und soziale Benachteiligung thematisiert. Die Studierenden sollen die Fähigkeit erwerben, unter Einbeziehung relevanter rechtlicher und gesellschaftswissenschaftlicher Erklärungsansätze diskriminierungssensibel zu argumentieren und zu agieren. In kleinen Gruppen werden jeweils einzelne Themenfeld bearbeitet und die Ergebnisse dann in einer abschließenden Veranstaltung präsentiert.

Themenfelder sind zum Beispiel „Geschlecht im Recht – historisch betrachtet“, „Frauen in Konzentrationslagern“, „Frauen in Haft“, „Strafen und Feminismus“, „Recht zwischen Herrschaft und Emanzipation“ oder „Geschlechtergerechtigkeit – Muss Recht geschlechtersensibel oder geschlechterblind sein?“. Die Studierenden sollen durch Recherche, und Diskussion die einzelnen Themen jeweils sinnvoll strukturieren und aufbereiten. Die Gruppen können als Lektüregruppe arbeiten, die sozialwissenschaftliche/gendertheoretische Grundlagentexte erarbeitet und auf ihren Bezug zum Recht hin analysiert und für juristische Argumentation nutzen lernt; die Gruppen können aber auch praktischer arbeiten, indem sie beispielsweise Exkursionen organisieren und durchführen und die Arbeit z.B. von Gedenkorten näher kennenlernen.

Die Veranstaltung wird mit einem Termin für alle Teilnehmenden beginnen, bei der ein Überblick über geschlechtertheoretische Zugänge zum Recht gegeben wird und die Gruppen eingeteilt werden.

Qualifikationsziele:

Im Rahmen des Lehrprojekts werden folgende Qualifikationen ausdrücklich trainiert: Die Studierenden arbeiten in Gruppen und müssen daher untereinander Regeln, Strategien und Pläne aushandeln. Dadurch üben sie Kommunikationsfähigkeit, Gesprächsführung und Verhandlungsgeschick. Auch die Interaktionen mit Ansprechpartner:innen zur Organisation bei Besuchen von Lernorten (z.B. Gedenkstätten, jedoch auch Einrichtungen der Bewährungshilfe, des Strafvollzugs, von Gerichten oder Archiven) erfordern und trainieren diese Fähigkeiten. Ebenso werden Recherchefähigkeiten, interdisziplinäres Arbeiten und die Bereitschaft und Fähigkeit zur Vernetzung trainiert. Gleichzeitig üben die Studierenden durch die Vorbereitung und das Halten einer Präsentation, Themen gezielt inhaltlich aufzuarbeiten und im Gruppenkontext darzustellen. Weiter ist es für Jurastudierende unabdingbar, Fachwissen über das Recht und seine Wirkung nicht nur passiv aus Büchern, sondern auch aktiv aus Begegnungen und realen Situationen zu beziehen. Nicht zuletzt geht es bei dieser Übung auch darum zu lernen, sich auf neue Themen und Situationen einzulassen, sie kritisch zu reflektieren, Kontroversen auszuhalten und konstruktiv zu diskutieren, zu Ergebnissen zu gelangen und das Erarbeitete überzeugend in der juristische Argumentation anzuwenden – Fähigkeiten, die vor allem in den rechtsberatenden Berufen unerlässlich sind.

 

Informationen zur Anmeldung

Die Veranstaltung ist auf 30 Teilnehmende beschränkt. Die Anmeldung erfolgt direkt am Arbeitsbereich Morgenstern. Bitte schicken Sie BIS ZUM 5.4.2022 ein kurzes (1 Seite) Motivationsschreiben an sekretariat.morgenstern@rewiss.fu-berlin.de, in dem Sie darlegen, warum Sie gerne an der Schlüsselqualifikation teilnehmen würden. Wir teilen Ihnen bis zum 11.4.22 mit, ob es klappt. Die Einführungsveranstaltung findet am 19.4.22 um 16 Uhr in Raum 2213 statt. Wir freuen uns auf viele Interessierte!

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