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Mainstreaming crimes of the state within criminology

Staatsverbrechen und Regierungskriminalität werden zwar bereits seit den 1960er Jahren in der Kriminologie thematisiert, sind bisher allerdings weder in der Forschung noch in der Lehre im Mainstream angekommen. Bisher gab es dazu im Februar 2015 an der FU zwei Studientage und zwei Sommerkurse (Juni 2016 in Marburg, Juni 2018 in Berlin).

Der Sommerkurs 2020 in Marburg fällt aus. Wir wollen den Kurs aber 2021 nachholen.

Obwohl Staatsverbrechen – verstanden als Verbrechen durch den Staat oder seine Organe – in der Kriminologie seit Mitte der 1960er Jahre thematisiert werden, gehört dieses Forschungsfeld noch immer nicht zum Kernbereich der wissenschaftlichen Auseinandersetzung und wird auch in der Lehre kaum beleuchtet. In den vergangenen Jahren haben die Forschungsaktivitäten in Europa zwar zugenommen, man beschäftigt sich aber trotz der Erfahrungen mit totalitären Regierungen vor allem mit kriminologischen Aspekten von Kriegsverbrechen und anderen gewaltsamen Konflikten – also letztlich mit Phänomenen, mit denen der Internationale Strafgerichtshof und andere internationale Tribunale konfrontiert werden. Andere Formen der Staatskriminalität hingegen bleiben in Europa weitgehend außen vor. Seit 2016 organisieren wir alle zwei Jahre in Marburg und Berlin Sommerkurse, mit denen wir weiter daran arbeiten, sämtliche Erscheinungsformen der Staatskriminalität in den Fokus der Kriminologie zu rücken.

Der dritte Sommerkurs findet erst 2021 statt.

Zielgruppe des englischsprachigen Seminars sind vor allem fortgeschrittene Studierende, Master-Studierende und Doktorandinnen und Doktoranden.

Was wird geboten? Im Kurs werden Forscherinnen und Forscher zu aktuellen Themen Vorträge halten, den Studierenden wird aber auch Gelegenheit gegeben, eigene papers zu präsentieren (zB zum Promotionsprojekt).

Was kostet es? voraussichtlich 50 Euro für Verpflegung und eine Exkursion. Wir versuchen, eine private Unterbringung der auswärtigen Studierenden zu organisieren.

Wie kann man mitmachen? Bewerben Sie sich bitte mit einem einseitigen Motivationsschreiben in englischer Sprache bei Kirstin Drenkhahn oder Wolfgang Form.