Dr. Gerwin Moldenhauer

Moldenhauer 01.16

Oberstaatsanwalt beim BGH

Adresse
Referat TE 1
Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof

Brauerstraße 30
76135 Karlsruhe

Dr. Gerwin Moldenhauer, Jahrgang 1973, legte sein Abitur am Mariengymnasium Jever ab und studierte nach dem Zivildienst Rechtswissenschaft an der der Georg-August-Universität Göttingen. Dort war er auch Mitarbeiter am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsvergleichung bei Prof. Dr. Maiwald und promovierte 2004 mit einer strafprozessualen Dissertation („Eine Verfahrensordnung für Absprachen im Strafverfahren durch den Bundesgerichtshof?“).
Das Referendariat absolvierte er in Hamburg und trat im Anschluss 2005 als Staatsanwalt in den Justizdienst bei der Staatsanwaltschaft Hamburg ein. 2009 wurde er zum Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof nach Karlsruhe abgeordnet und war dort mit Verfahren in den Abteilungen „Terrorismus“ und „Revision“ befasst.
Seit 2011 ist Herr Dr. Moldenhauer Mitglied des Gemeinsamen Prüfungsamtes der Länder Freie Hansestadt Bremen, Freie und Hansestadt Hamburg und Schleswig-Holstein für die zweite juristische Staatsprüfung für Juristen sowie Mitglied des Justizprüfungsamtes Hamburg für die erste juristische Staatsprüfung
Von 2013 bis 2015 war er Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Hamburg in der Abteilung für Organisierte Wirtschaftskriminalität und stellvertretender Leiter einer Abteilung für Wirtschaftsstrafrecht. Im Sommersemester 2015 war er Lehrbeauftragter an der Hochschule Fresenius in Hamburg, Fachbereich Wirtschaft & Medien.
2016 wurde Herr Dr. Moldenhauer zum Staatsanwalt beim Bundesgerichtshof ernannt und ist seitdem in der Abteilung „Terrorismus“ beim Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe beschäftigt.
Im Wintersemester 2016/17 war er Gastdozent am Fachbereich Rechtswissenschaften der Freien Universität Berlin und ist seit Sommersemester 2017 dort Lehrbeauftragter.

V e r ö f f e n t l i c h u n g e n
(chronologisch)

 

  1. Beschlagnahme in die Insolvenzmasse? Zum Konkurrenzverhältnis von Insolvenzverfahren und strafrechtlicher „Zurückgewinnungshilfe“ gemäß § 111b Abs. 1, Abs. 5 StPO (zusammen mit Momsen), in: wistra 2001, S. 456ff.
  2. Absprachen im Strafverfahren aus revisionsrechtlicher Sicht (zusammen mit Momsen), in: JA 2002, S. 415ff.
  3. Aussagenotstand auch bei nichtehelicher Lebensgemeinschaft?, in: Momsen, Bloy, Rackow [Hrsg.] „Fragmentarisches Strafrecht, Beiträge zum Strafrecht, Strafprozessrecht und zur Strafrechtsvergleichung für Manfred Maiwald aus Anlaß seiner Emeritierung“, Frankfurt am Main u. a., 2003, S. 187ff.
  4. Eine Verfahrensordnung für Absprachen im Strafverfahren durch den Bundesgerichtshof?, Frankfurt am Main u. a., 2004
  5. Rezension von Volker Hees „Die Zurückgewinnungshilfe“, 2003, in: HRRS 2005, S. 107ff.
  6. Rezension von Bernd Josef Fehn [Hrsg.] „Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz“, 2006, in: HRRS 2009, S. 295ff.
  7. Kapitel „Die Hauptverhandlung in Strafsachen“ und „Die Strafzumessung“ (zusammen mit Wenske), in: Seitz/Büchel [Hrsg.] Beck’sches Richterhandbuch, München 2012
  8. Anmerkung zum Beschluss des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 6. Oktober 2010 -III 4 RVs 60/10 (zusammen mit Wenske), in: NStZ 2012, S. 184ff.
  9. Kapitel „Ermittlungen gegen Unternehmen – staatsanwaltschaftliche Perspektive“, in: Momsen/Grützner [Hrsg.] Wirtschaftsstrafrecht, München 2013, S. 234f.
  10. Kommentierung der § 163d bis § 163f StPO, § 170 bis § 177 StPO und § 257c StPO (zusammen mit Wenske), in: Hannich [Hrsg.], Karlsruher Kommentar zur Strafprozessordnung, 7. Auflage, München 2013
  11. Die Verständigung in der Berufungsinstanz – zugleich Anmerkung zum Beschluss des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 7. März 2014 (3 [6] SS 642-13), in: NStZ 2014, S. 493f.
  12. Anmerkung zum Beschluss des HansOLG Hamburg vom 2. Juli 2014 (1 Ws 64/14), in wistra 2015, S. 80
  13. Rezension von „Absprachen im Strafprozess“, Handbuch von Dirk Sauer und Sebastian Münkel aus der Reihe „Praxis der Strafverteidigung“, 2. Auflage, Heidelberg 2014, in: StV 2015, S. 315f.
  14. Kommentierung der § 268 bis § 270 StPO, in: Knauer, Kudlich, Schneider [Hrsg.], Münchener Kommentar zur Strafprozessordnung, Band 2, München 2016
  15. Anmerkung zum Beschluss des HansOLG Hamburg vom 27. November 2015 (1 – Rev 32/15), in: NStZ 2016, S. 182f.
  16. Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 6. Oktober 2016 (2 StR 330/16), in: NStZ 2017, S. 100f.
  17. Aktuelle Entwicklungen der Rechtsprechung zur Gefahr im Verzug (zusammen mit Wenske) , in: JA 2017, S. 206f.
  18. Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus der Perspektive der Strafjustiz, in: Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Band „Radikalisierung, Ausreise, Rückkehr“, Bonn 2017, S. 96f.
  19. „Besuch bei Mama“, Übungsklausur Strafrecht, JA 2017, S. 916f.
  20. Aktuelle Entwicklungen der Rechtsprechung zum Recht der Zeugnisverweigerung (zusammen mit Wenske), JA 2017, S. 860f.
  21. „Beziehung mit schwerer Folge“, Übungsklausur Strafrecht, JA 2018, S. 670f.