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Gute Wissenschaftliche Praxis

"Gute Wissenschaftliche Praxis" (GWP) ist allen mit der Rechtswissenschaft und dem Recht Befaßten vertraut. Das Lernen, Darstellen und Formulieren von Recht und Rechtswissenschaft folgt bestimmten handwerklichen Regeln, die z.B. Quellenkunde und -verwertung, Sprache, Stil und Redaktionelles betreffen. Die Studierenden lernen sie vom ersten Tag ihres akademischen Lebens an kennen.

Häufig wird der Terminus GWP spezieller zur Bezeichnung eines Kodex für den gewissenhaften Umgang mit fremdem geistigen Eigentum verwendet. In welchem Umfang und in welcher Weise sollen wir - Studierende und Lehrende, Promovierende und Habilitierende, Wisssenschaftler und Praktiker - kenntlich machen, aus welchen literarischen Quellen unsere Darstellung - Übungs- oder Seminararbeit, Dissertation oder Habilitationsschrift, Abhandlung oder Vortrag - schöpft? Ein Ehrenkodex der Freien Universität Berlin aus dem Jahre 2002, der sich an alle ihre Mitglieder, die Studierenden eingeschlossen, wendet, erinnert an Grundregeln ehrlicher Wissenschaft und versucht, ihnen durch Appell und Organisation einen gewissen Nachdruck zu verleihen. Das ist legitim, auch wenn Verstöße bei aller Versuchung, Fremdes als Eigenes auszugeben, selten sein mögen. Daß es so bleibt, fällt ganz besonders in die Verantwortung der Ausbildenden und Betreuenden.

Weiteres, auch links zu anderen universitären und externen Dokumenten zum Thema GWP, finden Sie auf der website des Fachbereichs Rechtswissenschaft. Die Autoren-Erklärung zur Einhaltung Guter Wissenschaftlicher Praxis, die die Studierende ihrer Seminararbeit in meinem Seminar Medizinrecht beifügen (und die sich an die bei Studienabschlußarbeiten übliche Erklärung anlehnt), finden Sie hier