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Eignung zum Studium

Lehrveranstaltung im Hörsaal III
Lehrveranstaltung im Hörsaal III
Bildquelle: Daniel Markus

Klare Ausdrucksweise in Wort und Schrift, strukturiertes Denken, Abstraktionsvermögen, Entscheidungsfreude und hohe Lernbereitschaft

Eigenschaften und Fähigkeiten, die man für ein Studium der Rechtswissenschaft erfahrungsgemäß mitbringen sollte:

  • Aufgabe der Juristin / des  Juristen ist die Lösung von Fällen. Eine gute Falllösung überzeugt durch eine stringente Argumentation. Das wichtigste Werkzeug der Juristin / des Juristen ist also die Sprache, weswegen sich die oder der Studierende mündlich gut ausdrücken können und Spaß am schriftlichen Formulieren haben sollte.

  • Die Rechtswissenschaft ist durch einen abstrahierenden Denkstil gekennzeichnet, denn in den Gesetzen können nicht alle in Betracht kommenden Sachverhalte abgebildet werden. Vielmehr stellen die Gesetze abstrakte Leitbilder dar, unter die der jeweilige spezielle Sachverhalt subsumiert, d. h. rechtlich eingeordnet, wird. So kann man dem Gesetz beispielsweise nicht entnehmen, wie man Brötchen kauft. Geregelt ist aber, wie Verträge im Allgemeinen zustande kommen. Die oder der Studierende sollte deshalb ein gewisses Abstraktionsvermögen mitbringen.

Zur Veranschaulichung des verlangten Sprach- und Abstraktionsniveaus können Sie hier eine Musterlösung eines Beispielfalls (mitsamt Aufgabenstellung) aus dem 2. Fachsemester einsehen.
  • Die oder der Studierende sollte weiterhin aufgeschlossen für die ganze Breite gesellschaftlicher Fragestellungen mit rechtlichen Bezügen sein, diese neu- und wissbegierig hinterfragen und beleuchten wollen und letztlich die Fähigkeit besitzen, diese Fragestellungen einer Entscheidung zuzuführen. Weitere vorteilhafte Fähigkeiten und Eigenschaften wären also insoweit Aufgeschlossenheit, Neugierde, Wissbegierde und Entscheidungsfreude.

  • Die juristische Ausbildung, die nicht nur das viereinhalbjährige Studium (Regelstudienzeit), sondern auch die sich daran anschließende zweijährige Referendariatszeit umfasst, ist damit nicht nur eine lange, sondern vor allem auch eine arbeitsintensive Zeit. Gleich von Anfang an muss eine Fülle an Stoff in kurzer Zeit bewältigt werden. Dies ist nur dann zu schaffen, wenn von Anfang an und vor allem kontinuierlich und zeitintensiv gearbeitet wird. Die oder der Studierende sollte daher nicht nur viel Zeit sondern auch eine hohe Lernbereitschaft und die Fähigkeit, gezielt Lern-, Arbeits- und Wiederholungstechniken zu entwickeln mitbringen. Ist man in der Lage, sich für diese lange Zeit zu motivieren, zu disziplinieren und die vorbeschriebenen Anforderungen zu bewältigen, so wird man vor allem nach Voranschreiten des Studiums feststellen, dass es viel Spaß macht und dazu führt, eminent wichtige Vorgänge in der Gesellschaft besser zu verstehen.